Bereits an diesem Wochenende kehrt die Formel 1 zum neunten Mal auf die zentralen Strassen von Baku zurück. Der Grosse Preis von Aserbaidschan findet vom 19. bis 21. September statt.
Alle 20.100 Sitzplatz-Tickets sind bereits ausverkauft. Mehr als 13.000 ausländische Touristen werden in Aserbaidschan erwartet. Laut Statistik bleiben die Gäste durchschnittlich fünf Nächte in Baku und geben in dieser Zeit mehr als 2.200 US-Dollar pro Person aus. Somit werden auslaendische Besucher mindestens rund 30 Millionen US-Dollar in Aserbaidschan hinterlassen.

Im vergangenen Jahr reisten 77 Prozent der Zuschauer aus dem Ausland an. Angesichts des hohen Interesses wurden in diesem Jahr zwei neue Tribünen errichtet, womit die Gesamtkapazitaet auf 20.100 Plaetze stieg.
Doch die Formel 1 bedeutet nicht nur internationale Aufmerksamkeit, Tourismus und Impulse für kleine und mittlere Unternehmen. Sie schafft auch tausende Arbeitsplaetze für aserbaidschanische Bürger. Während der Vorbereitungs- und Abbauphasen sind über 2.000 Fachkräfte von lokalen Unternehmen im Einsatz – Ingenieure, Techniker, Monteure, Logistiker. In der Rennwoche kommen 1.500 zusätzliche Mitarbeiter, 2.000 Freiwillige und 1.400 Streckenposten hinzu. Wichtig ist, dass heute ausschliesslich aserbaidschanische Firmen den gesamten Prozess stemmen – während in den ersten Jahren vor allem internationale Unternehmen beteiligt waren.

Nach Ansicht des Milli-Medschlis-Abgeordneten Vugar Bayramov, Mitglied des Wirtschaftsausschusses, bringt jeder Tourist einen Multiplikator-Effekt:
„Seit die Rennen in Aserbaidschan stattfinden, ist die Zahl der Besucher deutlich gestiegen. Der Zustrom von Gästen fördert Hotellerie, Gastronomie und Premium-Tourismus. Zudem praesentiert die Formel 1 Aserbaidschan als wirtschaftlich starkes Land und als attraktives Ziel für Investoren.“
Der aktuelle Vertrag zwischen Aserbaidschan und der Formel 1 läuft mindestens bis 2026. Vusal Gadschijew, Mitglied des Tourismusausschusses, begrüsst eine mögliche Verlängerung:
„Ein neues Abkommen würde den Tourismus weiter ankurbeln und das internationale Image des Landes stärken. Die Strecke in Baku gilt als eine der spektakulaersten der Formel 1. Die malerischen Strassen machen das Rennen einzigartig, dazu kommen Konzerte internationaler Stars. All das zieht jedes Jahr mehr Besucher an.“
Der wirtschaftliche Effekt ist immens. Ein Rennwochenende bedeutet nicht nur drei Tage Sport, sondern einen grossen Geldzufluss für die lokale Wirtschaft: Hotels, Restaurants, Transport, Einzelhandel und Tourismus profitieren.
Zudem ist der Grand Prix ein starkes Marketinginstrument: Die weltweiten TV-Übertragungen zeigen nicht nur die Strecke, sondern auch die Sehenswürdigkeiten und die Kultur Bakus. Dies erzeugt einen nachhaltigen positiven Eindruck, der viele Zuschauer dazu motiviert, das Land auch später als Touristen zu besuchen.
Die erfolgreiche Organisation der Formel 1 in Baku stärkt die Reputation Aserbaidschans als Austragungsort grosser internationaler Events – ein Beweis dafür, dass das Land über die notwendige Infrastruktur und Sicherheit verfügt.

